Mikrowelten Schloss Weissenstein

Als er 8 Jahre alt war, ließ ihn sein Patenonkel durch ein Mikroskop schauen. Das war 1943, und seitdem ist Prof. Manfred P. Kage von den kleinen Dingen fasziniert, wie er uns im Rahmen unseres Besuchs seines Instituts selbst erzählt hat. Gegründet hat er es 1959, und auf Schloss Weissenstein ist es angesiedelt, seit Manfred Kage dieses 1971 von den Grafen Rechberg gekauft hat.

Das Schloss beherbergt außerdem ein Museum, in dem die vielen Exponate von der Leidenschaft für die Mikrofotografie künden. Viel wurde in den Jahren seit dem Kauf renoviert, aber viel bleibt auch weiterhin zu tun. Deshalb fließen die Eintrittsgelder und sonstigen Erlöse aus dem Museum in den Erhalt der Anlage.

Kage, der das Institut zusammen mit seiner Ehefrau, Tochter und Schwiegersohn betreibt, hat sich nicht nur in wissenschaftlichen Kreisen einen Namen gemacht. Auch als Künstler, der beispielsweise Lichtinstallationen gestaltet und mit Salvador Dali zusammengearbeitet hat, ist er bekannt, ebenso wie durch die Mitarbeit an Spezialeffekten in Science-Fiction Filmen.

Zahlreiche Verfahren und Geräte hat Kage in seinem langen Leben entwickelt, viele Patente zeugen davon, wie wir auf der rund zweistündigen Führung sehen konnten, und selbst dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ war das Thema schon vor einigen Jahren einen Artikel wert.

Ein spannender, interessanter und lehrreicher Besuch, der sich lohnt.