Jahresausflug 2018

Rund 25 Vereinsmitglieder trafen sich bei herrlichem Spätsommerwetter zur Abfahrt nach Baden-Baden. Obwohl die Fahrstrecke über die A8 und die A5 speziell am Freitag stauträchtig ist (wie wir seinerzeit auf dem Weg in die Pfalz erfahren hatten), kamen wir fast pünktlich an.

Nach dem Bezug der Zimmer war etwas Zeit, die unmittelbare Umgebung unseres Hotels zu erkunden, das mitten im Zentrum lag. Abends ließen wir uns leckeres italienisches Essen schmecken und schauten anschließend in kleineren Gruppen, was die Kneipenszene so hergibt.

Am Samstag ging es in die TV-Studios des SWR, die größtenteils in Baden-Baden angesiedelt sind. Der SWR ist, gemessen an der Zahl der GebührenzahlerInnen im Einzugsgebiet, nach dem WDR die zweitgrößte Anstalt in der ARD. In zwei Gruppen schauten wir in mehrere Studios und bekamen einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Shows und Serien.

Einerseits war es faszinierend und interessant, die Studios zu sehen mit deren Ausstattung, Technik, Dekoration und zu erahnen, welcher Aufwand nötig ist, damit wir Sendungen wie „Kaffee oder Tee“ oder Serien wie „Die Fallers“ anschauen können. Andererseits ernüchtert es auch ein wenig, wenn man sieht, wie es hinter den Kulissen tatsächlich aussieht. Für die Fans war es jedenfalls ein tolles Erlebnis, und für alle anderen auch :-)

Im Anschluss stand Zeit zur freien Verfügung, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Uli nutzte diese Möglichkeit, einige arglose Mitglieder zu gewagten Experimenten zu verleiten. Dabei wurde er tatkräftig von Ute unterstützt. Unser Führungsduo war sich also wieder mal einig.

Am Spätnachmittag ging es dann zum Baden-Badener Hausberg Merkur. Mit der Standseilbahn fuhren wir hinauf und genossen den Sonnenschein und die fantastische Fernsicht. Anschließend nahmen wir vor Ort ein gutbürgerlich-schwäbisches Abendessen zu uns und fuhren wieder zu Tal. Wieder erkundeten wir in verschiedenen Gruppen die Gastronomie, bevor es zurück ins Hotel ging.

Sonntagvormittag stand die Besichtigung des Casinos auf dem Programm, das als das vielleicht schönste der Welt gilt. Dabei wurde das Kurhaus, in dem es sich befindet, nicht einmalig erbaut. Es entwickelte sich sozusagen, in dem Vorgängerbauten mehrfach umgebaut und integriert wurden.

Seine größte Zeit als „Sommerhauptstadt Europas“ hatte Baden-Baden von 1848 bis 1870. Durch das Verbot des Glücksspiels in ganz Deutschland von 1872 bis 1933 wurde auch die Spielbank geschlossen, nachdem der Deutsch-Französische Krieg durch das Ausbleiben der französischen Gäste bereits zu Einbußen geführt hatte. Das Casino wurde als erstes in Deutschland nach Ende des Verbots wiedereröffnet und nahm auch nach dem zweiten Weltkrieg den Betrieb ab 1950 wieder auf. Seit 2003 wird es in staatlicher Regie durch eine Gesellschaft des Landes Baden-Württemberg geführt.

Am Sonntagnachmittag besichtigten wir noch die unterirdischen Reste der ehemaligen Festung Rastatt, die Kasematten. Einerseits war es faszinierend, die für Mitte des 19. Jahrhunderts bauliche Großleistung zu sehen. Andererseits war es beklemmend zu erfahren, dass nach der Revolution von 1848 in den engen, im Winter eiskalten Verliesen tausende Männer gefangen gehalten wurden. Viele überlebten nicht.

Das Abendessen fand im Kesselhaus in Schorndorf statt. Auf der Busfahrt nach Schwäbisch Gmünd gab Uli Köhler dann noch bekannt, dass wir 2019 wegen des günstig liegenden 3. Oktober für 4 Tage nach Erfurt, Weimar und Jena reisen werden, was mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Der Dank des Vereins gilt Uli und seinem Ausflugsteam für die perfekte Organisation, und Armin, der uns wieder einmal sicher und zuverlässig chauffiert hat.